Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden Orientierung und Wissen über Struktur, Logik und politische Steuerung des Rentensystems zu vermitteln. Sie sollen befähigt werden, rentenpolitische Aussagen einzuordnen, zu vergleichen und kritisch zu bewerten, anstatt sie unreflektiert zu übernehmen um letztendlich klug für die eigene Rente viele Jahre vor Rentenbezug zu sorgen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie und warum unterschiedliche Zugangswege zur Rente entstanden sind. Die Teilnehmenden lernen, die wichtigsten Rentenarten und Altersgrenzen zu unterscheiden und deren historische und politische Hintergründe zu verstehen. Dabei wird deutlich, dass Konstrukte wie die „Rente mit 63“ Ergebnis komplexer gesetzlicher Regelungen sind.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis zentraler Systembegriffe. Die Teilnehmenden erkennen, welche Funktion Abschläge und Versicherungszeiten haben und warum Leistungen wie Kindererziehungszeiten oder Hinterbliebenenrenten als sogenannte Fremdlasten politisch umstritten sind. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie diese Leistungen begründet, finanziert und öffentlich diskutiert werden.
Darüber hinaus entwickeln die Teilnehmenden ein grundlegendes Verständnis für das Zusammenspiel von gesetzlicher Rente, ergänzenden Vorsorgeformen und der Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Ziel ist es, Zusammenhänge zu erkennen und unterschiedliche politische Positionen zur Alterssicherung nachvollziehen zu können.
Die Veranstaltung leistet damit einen Beitrag zur sozial- und gesellschaftspolitischen Erwachsenenbildung und stärkt die Fähigkeit der Teilnehmenden, sich eine fundierte, eigenständige Meinung zu Fragen der Alterssicherung zu bilden.
| Kosten | Die Veranstaltung ist kostenlos. |
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| Flyer | Download (pdf, 2 MB) |