Sowohl Ludwig Erhard als auch die Katholische Soziallehre betonen die Verantwortung des Menschen für sein eigenes Leben, die Bedeutung von Eigeninitiative und die Vorrangstellung kleinerer Gemeinschaften vor staatlichem Handeln. Damit rückt das Prinzip der Subsidiarität in den Mittelpunkt: Was der Einzelne, die Familie oder gesellschaftliche Gruppen selbst leisten können, soll nicht unnötig vom Staat übernommen werden.
Die Fortbildung geht der Frage nach, wo die Gemeinsamkeiten zwischen Sozialer Marktwirtschaft und Katholischer Soziallehre liegen und an welchen Punkten Unterschiede sichtbar werden. Wie viel Eigenverantwortung ist möglich? Wann wird staatliche Unterstützung notwendig? Und wie lassen sich Freiheit, Solidarität und soziale Gerechtigkeit in einer modernen Gesellschaft miteinander verbinden? Die Veranstaltung lädt dazu ein, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu reflektieren und die Rolle von Subsidiarität, Solidarität und Gemeinwohl für die Zukunft des Sozialstaates neu zu entdecken.